Bei den Erklärungen der Modulation kommen Schwingungen und Wellen vor. Diese sind miteinander eng verwandt. Unter einer Schwingung versteht man, dass sich etwas periodisch um einen Ruhepunkt hin und her bewegt, zum Beispiel die Ladungen in der Antenne. Grafisch beschreibt man sie, indem man die Auslenkung über der Zeit angibt (Abb.).
| Schwingung und Welle. |
Unter einer Welle versteht man, dass sich Schwingungen durch den Raum ausbreiten, in diesem Fall die des elektrischen Feldes. Schwingungen werden grafisch beschrieben, indem man die Auslenkung über dem Ort darstellt. Diese Darstellung ist quasi eine Momentaufnahme der Welle zu einem bestimmten Zeitpunkt. Nicht jede Schwingung muss Teil einer Welle sein, aber jede Welle setzt sich aus vielen Schwingungen zusammen. Wenn man den Grafen dreidimensional macht, wird der Zusammenhang klarer (Abb.).
| Eine 1-dimensionale transversale Sinuswelle (grün) breitet sich nach rechts aus. Jeder Punkt, der von ihr erfasst wird, schwingt sinusförmig in der Zeit (orange Linien). |
Wie komplex das Zusammenspiel von Schwingungen und Wellen ist, siehst du am Beispiel der Übertragung einer Stimme durchs Radio: Die Schwingung der Stimmbänder erzeugt eine Schallwelle. Diese erzeugt eine Schwingung der Mikrofonmembran und somit eine elektrische Schwingung. Diese wird mit der Trägerschwingung überlagert und als modulierte Welle durch den Raum übertragen. Im Empfängerschwingkreis kommt es zu Ladungsschwingungen, die über einen Lautsprecher wieder in Schallwellen umgewandelt werden. Diese bringen wiederum dein Trommelfell zum Schwingen. Ganz schön kompliziert!