Docker Desktop – Container-Virtualisierung
Name des Systems: Docker Desktop
Hersteller / Entwickler: Docker Inc.
Art der Virtualisierung: Container-Virtualisierung (Betriebssystem-Level-Virtualisierung)
Typ des Hypervisors: Kein klassischer Hypervisor
(unter Windows/macOS Nutzung einer leichten VM im Hintergrund, z. B. Hyper-V oder WSL2 → Typ-2)
Systemfunktionen & Besonderheiten
Welche Betriebssysteme laufen darauf?
Docker selbst virtualisiert kein komplettes Betriebssystem, sondern isolierte Container.
Container teilen sich den Kernel des Host-Systems.
Linux-Container (Standard)
Windows-Container (nur unter Windows)
Beliebige Linux-Distributionen innerhalb eines Containers (z. B. Ubuntu, Alpine, Debian)
Host-Systeme für Docker Desktop:
Verwaltung von Containern
Container werden verwaltet über:
z. B.:
<code bash>
docker run ubuntu
docker ps
docker stop <container-id>
</code>
GUI (Docker Desktop Oberfläche)
Übersicht über laufende Container
Images verwalten
Logs anzeigen
Container starten/stoppen
Ressourcenverwaltung (CPU, RAM, Speicher)
Docker ermöglicht:
Begrenzung von CPU-Kernen
Begrenzung von RAM
Speicherlimits für Container
Volume-Management für persistente Daten
Beispiel für RAM-Begrenzung:
docker run -m 512m ubuntu
Besonderheiten
Sehr schnelle Startzeit (Sekunden)
Geringer Ressourcenverbrauch
Port-Mapping (z. B. Webserver erreichbar machen)
Netzwerkverwaltung zwischen Containern
Docker Images als Vorlage für Container
Docker Hub (Online-Repository für fertige Images)
Snapshot-ähnliche Funktion durch Images
Automatisierung mit Docker Compose
Vor- und Nachteile
Vorteile
Sehr hohe Performance (nahe an nativer Geschwindigkeit)
Geringer Ressourcenverbrauch
Schnelles Starten und Stoppen von Containern
Plattformunabhängig
Ideal für Entwicklung und Testing
Einfache Verteilung von Anwendungen
Nachteile
Kein vollständiges eigenes Betriebssystem pro Container
Linux-Kernel erforderlich (Windows/macOS benötigen VM im Hintergrund)
Sicherheitsrisiko bei falscher Konfiguration
Weniger Isolation als klassische Vollvirtualisierung
Sehr effizient, da kein kompletter Gastkernel gestartet wird
Container teilen sich den Kernel des Host-Systems
Deutlich schneller als klassische VMs
Benutzerfreundlichkeit
Sicherheit
Prozess-Isolation
Namespace- und Cgroup-Technologie
Zugriffsbeschränkung möglich
Sicherheit hängt stark von Konfiguration und Images ab
Typische Einsatzgebiete
Softwareentwicklung
Testumgebungen
Microservices-Architektur
Continuous Integration / Continuous Deployment (CI/CD)
Cloud-Umgebungen
Webserver und Datenbanken
Installation von Docker und Live-Demonstration
Zusammenfassung
Docker Desktop ist eine moderne Container-Virtualisierungslösung.
Im Gegensatz zur klassischen Vollvirtualisierung werden keine vollständigen Betriebssysteme virtualisiert, sondern isolierte Container, die sich den Kernel des Host-Systems teilen.
Dadurch ist Docker besonders schnell, ressourcenschonend und ideal für Entwicklungs- und Testumgebungen.